Out Of the Stillness

CD Cover Out Of the Stillness

Multiinstrumentale Weltmusik-Klangcollagen zwischen Improvisation und Komposition auf einem Sortiment ungewöhnlicher Instrumente. Diese Musik ist experimentell wie auch traditionell. Die Vertonung der Visionen der Hildegard von Bingen in multikulturellen Klangbildern und Klangwelten spielt auf Musiktraditionen aus aller Welt an, und verbindet sie zu einem neuen, eigenständigen Ausdruck.

Die Klangcollagen von „Out of the Stillness” wurden im Mehrspurverfahren aufgenommen. Die beiden Musiker spielen folgende Instrumente:

Gernot Blume: Didgeridoo • Harfe • Orgelpfeifen • Rahmentrommel • Gitarre • Mandoline • Sitar • Concertina • Violine • Kontrabass • Indische Shruti box • Schwedische Nickelharpa • Blockflöte • Akkordeon • Dudelsack • Spieluhr • Irische Flöten • Bolivianische Tarka Flöte

Julie Spencer: Schlitztrommeln • Gesang • Schwedische Nickelharpa • Finnische Kantele • Gong • Glasmarimba • Orgelpfeifen • Rasseln • Indische Tabla • Afrikanisches Balafon • Balinesische Gangsa • Ceng Ceng • Windspiel • Tambourin • Schlagzeug • Congas • Djembe • Dumbek • verschiedene Schlaginstrumente

Pressestimmen

Die Kompositionen der heiligen Hildegard von Bingen entstanden aus ihrem Glauben, dass die Musik die wahre Brücke zur himmlischen Harmonie sei. Getragene Melodien überzeugen durch reine Frauenstimmen auf einem Fundament instrumentaler Grundakkorde, so wie es die amerikanische Marimbaphon-Spielerin und Sängerin Julie Spencer sowie der Multi-Instrumentalist Gernot Blume bereits im einleitenden The Seer der CD ‘Out Of The Stillness’ nachvollziehen.

In kühnen Kompositionen gibt es eine vollendete Symbiose von meditativ-tänzerischen und percussiven Interpretationen sowie den flächig-folkloristschen Sounds der beiden in Bingen lebenden Künstler. Notenketten perlen aus dem Marimbaphon, es entstehen mystische und exotische Stimmungen mit Mandoline, Sitar und Violine zur rhythmischen Untermalung der Tablas.

Wahrhaft engelsgleiche Vokalisen und ein vergeistigter Sprechgesang erzeugen getragen und schwebend sakrale Impressionen, tänzerisch beschwingt assoziieren Instrumentalparts mit Dudelsack oder Akkordeon gälische und verwandte Folklore sowie mittelalterliche Musik. Fast immer werden die Melodien über einem Bassfundament geführt, das mit exotischen Instrumenten wie dem Didgeridoo oder der Shruti-Box erzeugt wird. Harmonieverfremdungen kennzeichnen die Stätten der Läuterung.
Das Treffen des Balafon genannten afrikanischen Holzxylophons, von Bass-Trommel, Kuhglocken, Tambourin sowie bolivianischer Flöte und Kontrabass malen das musikalische Bild von der Erschaffung der Welt.

Inspiriert von den Visionen der Hildegard von Bingen und den Miniaturen zu ihren theologischen Schriften haben Julie Spencer und Gernot Blume einen Dialog über die Grenzen der Zeit und musikalischen Kategorien hinweg geschaffen. World-Jazz im weiten Sinn.

Klaus Mümpfer, Jazz Journalist

Als Nachhall zu dieser Musik bleibt dem Zuhörer besonders im Sinn, mit welcher angenehmen Emotionalität sich die ungeheuer farbigen und facettenreichen Stücke erschließen. Nichts von drückender sakraler Schwere, überdramatisierender Lautheit oder kopflastiger Intellektualisierung.

Von der höchst originellen und vielseitigen Instrumentierung, der ebenso spontanen wie sicheren Improvisation bis hin zum liedhaft klaren Ausdruck der einzelnen Visions-Themen ist den beiden Musikern hier etwas Außerordentliches gelungen, so etwas wie eine musikalische Anthologie mittelalterlicher Spiritualität.

Die feinstofflichen Empfindungen der Hildegard - obwohl oft kryptisch und wie durch Nebelschleier eigener Ängste und Zweifel von ihr wahrgenommen und beschrieben, sind in dieser musikalischen Übersetzung und Transzendierung ganz zeitlos, ganz frei von konfessionellen Phrasen und ethnisch-kulturellen Schranken, ganz passend auch heute mit modernen Stilmitteln auszudrücken und entsprechend vom Zuhörer ganz unbeschwert und intuitiv als persönliche Erfahrung - in reiner Hörfreude - nachvollziehbar.

Dr. Michael Herzog, Autor, Filmemacher

Choir of Angels